Standpunkt Nr.1 vom 9.April 2009
Kommt Aldi, war all di Mühe umsonst
Der Harddiscounter Aldi will auf Biberister (von den meisten gefühltem Solothurner) Gebiet, direkt neben der Umfahrung West, eine Filiale eröffnen. Für mich sind das gleich zwei
Ohrfeigen: Einerseits weil Aldi, der Region Solothurn nichts zu bieten hat. Andererseits weil die Gemeinde Biberist dieses Projekt unterstützt und uns Solothurnerinnen und Solothurnern einfach den
sinnlosen Mehrverkehr von bis zu 1800 Fahrten pro Tag überlassen will.
von Adrian Würgler, SP Stadt Solothurn
Aldi ohne Nutzen für die Region
Auf Paletten gestapelte Billigware, chaotische Wühlkörbe, null Beratung, schlechte Arbeitsbedingungen und keine Lehrlinge - dies ist mein Bild von Aldi. Und je länger und tiefer ich im Internet
gegoogelt habe, desto mehr wurde dieses Bild bekräftigt, wenn nicht noch verschlechtert - aller gegenteiligen Bekräftigungen Aldis zum Trotz. Für mich ist daher klar, dass diese Firma weder für
Konsumentinnen und Konsumenten, noch für mögliche Arbeitskräfte ein Glücksfall ist. Darum gilt aus meiner Sicht: Je weniger Adli (und Lidl) desto besser für Solothurn.
Für Biberist die Steuern, Solothurn den Verkehr
Mit dem geplanten Bau der Aldi-Filiale direkt an der Umfahrung West und weit weg vom eigenen Dorfzentrum entscheidet sich Biberist für mehr Egoismus und gegen vermehrte Zusammenarbeit mit den
Regionsgemeinden - das ist nicht nur bedauerlich sondern auch schädlich. Der geplante Aldi-Standort direkt an der Umfahrung West wird nämlich nur eines: sinnlos Mehrverkehr verursachen - und
der schadet in Anbetracht des eh stetig zunehmenden Verkehrs der ganzen Region, auch Biberist selbst.
Standort führt zu sinnlosem Mehrverkehr
Gebaut wurde die Umfahrung West in erster Linie, um Solothurn vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Weiter erhoffte man sich von der verkehrstechnisch idealen Lage auch ein grosses
Entwicklungspotential für Gewerbe und Industrie der ganzen Region. Würde dieses Potential nun einseitig vom Harddiscounter Aldi und von Biberists Finanzvewaltung genutzt, nützt das der Region als
Ganzem nichts.
Vermehrte Zusammenarbeit bei der Planung
Fazit: Solange wir Gemeinden der Region (Solothurn eingeschlossen) nur für unsere eigenen Steuerkassen planen, planen wir an der Entwicklung der Region vorbei: Das gilt es durch engere und bessere
Zusammenarbeit bei der Planung zu verhindern.
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