Der andere Standpunkt von Kathrin Leuenberger

Vizestadtpräsidium - kein politisches Amt?

«Der SP ist nicht ganz klar, worum es beim Amt des Vize-Stadtpräsidenten geht», war am 4. Juni in der Solothurner Zeitung zu lesen und weiter: «Dies ist kein politisches Amt, in welchem der Amtsinhaber in erster Linie politische Ansichten vertritt oder gar politische Forderungen aufstellt. Um das zu tun, ist man als Gemeinderatsmitglied gewählt.» Ich teile diese Einschätzung nicht im Geringsten.

 

Gegen die Entpolitisierung der Politik

Der Vize-Stadtpräsident hat repräsentative Pflichten, die ohne parteipolitische Ausrichtung wahrgenommen werden sollen, das ist klar. Aber der Vizestapi hat auch Einsitz in der Chefbeamtenkonferenz, einem bisher rein bürgerlichen Gremium, dem es gut täte, wenn ein Vertreter der Linken mitreden und mitstimmen würde! Wenn man, wie Kurt Fluri es in derselben Ausgabe der Solothurner Zeitung ausdrückt, «vielleicht das eine oder andere Mal in einer Sitzung den Stichentscheid fällen könne», dann ist das doch ein Beweis für die politische Relevanz dieses Amtes. Als politisch engagierte Frau und Fraktionschefin wehre ich mich gegen diese Entpolitisierung der Politik. Die Zitate am Anfang stammen übrigens von Barbara Streit, der heutigen Vize-Stadtpräsidentin.

 

Wieso bringt SP keine Frau?

Ganz einfach: Weil sie einen fähigen, motivierten und erfahrenen jungen Mann hat! Aus Überzeugung kann ich sagen, dass Adrian Würgler der Geschlechterfrage sehr offen gegenüber steht und bisher mehr für Frauenanliegen getan hat als manch bürgerliche Vertreterin im Gemeinderat.

 

Aktive Frauen und Männer!

Die SP der Stadt Solothurn hat zum Glück sehr aktive und erfolgreiche Frauen: Eine Parteipräsidentin, eine Fraktionschefin. In der Gemeinderatsfraktion gibt eine Frauenmehrheit den Takt an und zwei unserer drei Kantonsratsmitglieder sind Frauen. Da darf es auch mal ein Mann sein – aber nicht irgendeiner!

 

Garant für neue Ideen

Ich kenne Adrian Würgler mein halbes Leben – wir haben etwa gleichzeitig in der SP zu politisieren angefangen – und ich wähle ihn als Vize-Stadtpräsident, weil seine neuen Ideen der Stadt nützen werden. Ich wähle Adi, weil er klar für ein soziales, kulturell vielfältiges und attraktives Solothurn eintritt und weil ich finde, dass die Zeit reif ist für einen Generationenwechsel im Stadtpräsidium.

 

Katrin Leuenberger 

Gemeinderätin und Fraktionschefin SP Stadt Solothurn

 

PS: Adrian Würgler feiert kurz vor der Wahl seinen 36. Geburtstag. Machen Sie ihm doch ein Geburtstagsgeschenk und geben auch Sie ihm am 28. Juni Ihre Stimme.